OG Kush – Sortenprofil

Stand: 01.2026

Chemotyp (Hinweis): meist THC-dominant. Eigenschaften sind linien- und chargenabhängig; Angaben sind Tendenzen, keine Garantien.

og kush

Kurzprofil – das Wichtigste in 60 Sekunden

OG Kush ist eine der bekanntesten Westküsten-Sorten der 1990er-Jahre. Der Hybrid ist für sein kräftiges Aroma, dichte, harzige Blüten und eine markante, oft intensiv wahrgenommene Wirkung bekannt. Indoor dauert die Blüte vornehmlich 8–10 Wochen, Outdoor in Deutschland liegt das Erntefenster Anfang bis Mitte Oktober. Der Duft wirkt häufig erdig, pinienartig und zitronig mit würziger Note. In Community-Berichten wird die Wirkung oft als körperlich spürbar und geistig anregend beschrieben.

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Auf einen Blick:

  • Region: Kalifornien (USA), 1990er-Jahre
  • Genetik: unklar; häufig genannt: Chemdawg × (Lemon Thai × Hindu Kush)
  • Blüh-Typ: photoperiodisch (kein Autoflower)
  • Indoor: 8–10 Wochen
  • Outdoor (DE): Anfang – Mitte Oktober
  • Ertrag: mittel bis hoch
  • Leitterpene (häufig): Myrcen, Limonen, β-Caryophyllen, α-Pinen
  • Aroma: erdig, pinienartig, zitrisch-würzig
  • Wirk-Tendenz: häufig intensiv, körperlich spürbar, geistig anregend

Herkunft & Genetik – warum die Ursprünge umstritten sind

OG Kush wurde in Kalifornien populär; über die genaue Abstammung existieren mehrere Theorien (u. a. Chemdawg × Lemon-Thai/Hindu-Kush-Linien). Sicher ist: Die Linie prägte zahlreiche Hybride (z. B. Girl Scout Cookies, Tahoe OG, SFV OG). Eigenschaften können je nach Anbieter und Linie variieren.


Morphologie & Anbau (Indoor/Outdoor) – praxisnah

Warum wichtig: OG Kush reagiert sensibel auf Klima und Nährstoffführung – sauberes Handling zahlt sich in Qualität aus.

Indoor:
Mittelgroßer Wuchs, teils längere Internodien, dichte Buds.

  • Training: LST (sanftes Biegen) und SCROG (Screen of Green) helfen, die Krone auszugleichen.
  • Klima: stabile Bedingungen bevorzugt; hohe Luftfeuchte meiden.
  • Nährstoffe: konservativ düngen; Überdüngung wird schlecht vertragen.

Outdoor (DE):
Erntefenster: Anfang bis Mitte Oktober. In feuchten Regionen Schimmelprophylaxe beachten (luftiger, sonniger Standort; überschüssige Feuchte vermeiden).

Mini-Checkliste

  • Plane stabile Temperaturen und eine moderate Luftfeuchte ein.
  • Führe Luft aktiv, damit dichte Buds nicht schimmeln.
  • Nutze LST/SCROG für gleichmäßige Lichtverteilung.
  • Dünge konservativ; auf Blattspitzen als Warnsignal achten.

Blüte & Erntefenster – Reife sicher erkennen

Indoor meist 8–10 Wochen, Outdoor (DE) Anfang bis Mitte Oktober.
Reife prüfen: Trichome (klar → milchig → amber) beobachten; Pistillenfarbe allein ist unzuverlässig.


Terpenprofil & Sensorik – was der Geruch verrät

Häufig dominieren Myrcen, Limonen, β-Caryophyllen und α-Pinen.
Sensorik: erdig, würzig, Pinie sowie Zitrus-Akzente; je nach Linie werden gelegentlich auch „gas/diesel-artige“ Noten beschrieben. Anbau, Trocknung und Curing prägen die Ausprägung deutlich.


Subjektiver Wirkcharakter (ohne Heilsversprechen)

Community-Erfahrungen beschreiben OG Kush oft als intensiv, körperlich spürbar und zugleich geistig anregend. Niedrigere Dosen wirken eher fokussierend, höhere Dosen eher schwerer/entspannen. Set und Setting beeinflussen die Erfahrung.


Varianten, Synonyme & Verwechslungsgefahr – Erwartungsmanagement

  • Handelsnamen: OG Kush, teils abgekürzt „OG“.
  • Verwechslungsgefahr: viele Nachfolger mit „OG“ im Namen (z. B. Tahoe OG, SFV OG, Larry OG) – nicht identisch.
  • Praxis: Sortennamen als Orientierung, nicht als Garantie verstehen.

Praxisbox: Nachernte in kurz

  • Langsam trocknen: kühl, dunkel, luftige Umgebung.
  • Curing: luftdicht lagern, in den ersten Wochen regelmäßig lüften.
  • Ziel: volles, komplexes Aroma entfalten; harsche Noten abbauen.

Für wen geeignet?

Eher für erfahrene Anbauer:innen, die Klima- und Nährstoffmanagement im Griff haben. Wer die Pflege investiert, wird mit hocharomatischen, dichten Blüten belohnt. Für Konsument:innen bietet die Sorte ein vielschichtiges, intensives Profil.


TL;DR

OG Kush: Kalifornischer 90er-Klassiker. Indoor 8–10 Wochen, Outdoor (DE) Anfang–Mitte Okt. Aroma erdig, pinienartig, zitrisch-würzig; Wirkung in Berichten häufig intensiv, körperlich spürbar und geistig anregend. Eigenschaften sind linien-/chargenabhängig.


Mini-Glossar

  • Chemotyp: grobe Inhaltsstoff-Tendenz (z. B. THC-dominant).
  • Trichome: winzige Harzköpfchen; bester Reifeindikator.
  • Curing: Nachreifung nach dem Trocknen; macht Aroma runder.
  • SCROG: Netztechnik, um die Krone gleichmäßig auszurichten.
  • LST: sanftes Biegen der Triebe für bessere Lichtverteilung.

Quellen

  1. BfArM – Cannabis: Informationen für Patienten und Ärzte – 2021 – bfarm.de
  2. Bundesministerium für Gesundheit – Cannabis in der Medizin – 2022 – bundesgesundheitsministerium.de
  3. BZgA – Cannabis: Basisinformationen, Risiken & Fakten – fortlaufend – bzga.de
  4. AWMF – Leitlinie: Cannabis bei chronischen Schmerzen – 2020 – awmf.org
  5. Clarke RC, Merlin MD – Cannabis: Evolution and Ethnobotany – 2013 – ucpress.edu/book/9780520270480/cannabis
  6. Small E – Cannabis: A Complete Guide – 2016 – crcpress.com/Cannabis-A-Complete-Guide/9781498761632
  7. Elzinga S, Fischedick J, Podkolinski R, Raber JC – Cannabis Terpene Diversity and Analysis – 2015 – doi.org/10.1007/s00216-015-8684-4
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